Christmastime! – Tassen bemalen

Hallöchen!
Eine Woche noch, dann ist Weihnachten. Ich wette jetzt sitzen draußen irgendwo Leute vor ihrem Rechner und sagen „Da ist noch gar nicht Weihnachten sondern nur Heiligabend.“ Für mich ist es Weihnachten. Punkt.

Und natürlich muss ich an Weihnachten, Entschuldigung, Heiligabend arbeiten.

Eine Freundin und Arbeitskollegin, die ebenfalls an diesem Tag Schicht hat, und ich haben uns gedacht, dass wir doch eine Kleinigkeit mitbringen könnten. Nichts großes, nichts aufdringliches, einfach etwas, dass sagt: Hey, es ist Weihnachten. Sie kam schließlich auf die Idee Tassen zu bemalen.
Nun ist es so, dass sie das schon hundertmal gemacht hat. Im Gegensatz zu mir.
Ich bestellte also zwei weiße Tassen bei Amazon, lieh mir ihre Porzellanmalstifte und wartete gespannt auf das Eintreffen meines Paketes.
Auf Amazon ist selbst während der Weihnachtszeit Verlass und zwei Tage später waren meine Tassen da.
Ich sagte ja bereits, dass ich zwei Tassen bestellt hatte. Nicht etwa weil wir zwei Marktleiter haben (Was wir übrigens tatsächlich haben und was auch der Grund dafür ist warum wir uns das Ganze aufgeteilt haben.), nein. Sicher ist sicher. Falls eine der Tassen so furchtbar ausschauen würde, dass man sie der Welt nicht antun könnte, hätte ich immerhin eine zweite.
Wir trafen uns also um ein wenig zu quatschen und um… Ja, dafür, dass ich meine Tasse bemalen konnte. Unter Aufsicht.
Selbstbemalte Tassen sind ein tolles Weihnachtsgeschenk, wirklich, aber es ist so eine Arbeit. Zumindest empfinde ich das so. Vielleicht war es auch einfach nur so, dass ich zu blöd war oder weil es das erste Mal war, dass ich das gemacht habe, aber ich dachte echt, dass ich nie fertig werden würde.

Aber es hat dann doch geklappt.

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Deshalb möchte ich euch hier erklären, wie ihr das Ganze selber machen könnt:

1. Ihr nehmt eine weiße Tasse (Ihr könnt auch eine bunte nehmen, je nachdem wie ihr euch euer Geschenk am Ende vorstellt.).

2. Ihr kauft (oder leiht) euch Porzellanmalstifte und bemalt mit diesen eure Tasse.

3. Die fertig bemalte Tasse muss dann bei etwa 160 Grad für 90 Minuten in den Ofen.

4. Fertig!

Wichtig ist, dass ihr beim Bemalen aufpasst dass ihr den Stift nicht ständig verschmiert. Ihr könnt Stellen, die euch misslingen mit Nagellackentferner und Wattestäbchen ausbessern aber das ständig zu tun… trägt jetzt auch nicht unbedingt so sehr zur vorweihnachtlichen Stimmung bei.
Seid außerdem vorsichtig wenn ihr die Tasse aus dem Ofen holt. Das Porzellan wird unglaublich heiß.

Anschließend könnt ihr die Tasse verpacken oder, so wie ich, etwas Watte („Schnee“), und eine kleine Tüte mit selbstgemachten Plätzchen hineintun. Seid einfach kreativ! Euch fällt sich sicher etwas ein. :)

Weiterhin eine schöne Weihnachtszeit,

Nessie

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[Zeichenupdate] Was man so alles während des Frühstücks findet…

Hallöchen!

Manchmal frag‘ ich mich auch wo ich mit meinen Gedanken bin. Ich bin eben so die Zeichnungen durchgegangen (Während meines Frühstücks), die ich noch so hier hab‘ und hab das hier gefunden. Nachdem ich dann meinen gesamten Blog durchforstet hab‘ ist mir aufgefallen, dass ich das hier noch gar nicht gepostet hab. Also hier:

Herr Bergmann! Yay! :D

Bergi3

 

Und damit bin ich auch schon wieder weg und frühstücke weiter. :D

Einen schönen Tag euch!

Nessie

[Zeichenupdate] Eule vs Wachtel

Hallo Leute!
Ich dachte es wäre mal wieder Zeit für ein kleines Zeichenupdate. Lang ist es her, dass ich das das letzte Mal gemacht habe und inzwischen haben sich wieder ein paar Zeichnungen angesammelt, von denen ich euch ein paar nicht vorenthalten möchte. Am besten wir gehen chronologisch vor.

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Das erste Bild ist gleich mal wieder eine Youtubezeichnung. Ich muss schon wieder ein wenig grinsen, wenn ich das Bild so seh. LeFloid auf seiner großen, erhabenen Eule mit einem Schwert in der Hand und der gute Marti auf seiner kleinen Wachtel mit einem Mikro in der Hand. Das ist doch einfach schön :D

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Weiter geht’s mit einer Zeichnung, die in echt viel, viel, viel, viel besser aussieht als hier auf dem Foto. Es ist so schade, dass ich dieses Bild einfach nicht abfotografiert bekomme, dass es an das Original rankommt. Die Idee hinter der Zeichnung? Keine Ahnung :D Ich hatte Lust Marti zu portraitieren und dann waren da plötzlich Glitzerherzen und… Ach, ich weiß doch auch nicht :D Das passte einfach alles so schön zusammen. Und ja, ich geb’s zu: Vielleicht hab ich mit den Glitzerherzen ein wenig übertrieben :D
Also schnell zum nächsten Bild.

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„Wie geht eigentlich Klassik?“ präsentiert von Marti Amadeus Mozart. Natürlich nur echt mit Wachtel und Mikro.

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Ja, ich zeichne auch noch andere Dinge außerhalb von Youtube, man mag es kaum glauben. Das hier sind meine zwei Katzen und mein Kater. Von links nach rechts Felix, Chica und Jule. Ich liebe den Stil von Simon Tofield, dem „Erschaffer“ von Simon’s Cat. Schaut euch unbedingt mal die Videos dazu an. Das ist wirklich sehr, sehr lustig und es lohnt sich auf jeden Fall mal einen Blick darauf zu werfen. Vor allem dann, wenn man selbst Katzen hat.

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Und damit wären wir auch schon bei der letzten Zeichnung für heute. Das hier ist das Portrait eines PRE Hengstes, welches ich zu Weihnachten gezeichnet hab (deshalb auch die Stechpalmenblätter in der Mähne). Ich wollte mal etwas anderes ausprobieren und das Pferd quasi auf dem Weiß des Papier herauskommen lassen. Das heißt, ich habe nur Schatten gesetzt und es bei den hellen Stellen einfach bei der Farbe des Papiers belassen. Auch diese Zeichnung sind in echt viel besser aus. Schade eigentlich, denn ich bin mit dem Erdergebnis wirklich sehr zufrieden.

Ja, Leute. Das war mein kleines Zeichenupdate. Ich arbeite gerade an ein paar weiteren Aquarellen und hoffe demnächst auch wieder ein funktionierendes Grafiktablett zur Verfügung zu haben, um dann endlich auch mal wieder digital zu arbeiten. Oh man, ich vermisse das irgendwie so.
Bis dahin habt einen schönen Tag, Abend oder eine gute Nacht. Je nachdem wann ihr das lest.

Nessie

[Zeichenupdate] „Ich glaube“, schonwieder Marti, Fewjar und Schokiwurst

Hallo Leute!
Ich dachte es wär mal wieder Zeit für ein kleinen Zeichenupdate. Ich hab in letzter Zeit sehr viel gezeichnet und dachte ich teil das mal mit euch. Wenn ihr Instagram habt und mir folgt, kennt ihr das meiste eh schon. Also: Los geht’s!

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Das erste Bild, dass ich euch zeigen möchte ist eine kleine Malerei zu Marie Meimbergs wundervollem Song Ich glaube. Ich liebe das Lied wirklich sehr und ich hatte schon lange, lange vor etwas dazu zu zeichnen. Dabei herausgekommen ist nun dieses kleine Mädchen mit ihrem Stern. Ich mag die Zeichnung echt ganz gerne eigentlich. Im Orginal, also nicht abfotografiert, ist es aber noch ein wenig schöner, finde ich.

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Ich will mich immer noch für dieses Bild entschuldigen :D Aber das Wortspiel mit Martis Nachnamen und dem Nachnamen der Original-Sängerin zu dem Albumcover hier ist einfach zu schön. Außerdem passt es wunderbar zu Martis Video zum Thema Schlager, dass ich bestimmt schon hundert Mal gesehen habe und immer noch darüber lache. Schaut es euch unbedingt an, wenn ihr es noch nicht kennt. Es ist einfach großartig.

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Eine Zeichnung, die ich einfach nicht vernünftig abfotografiert bekommen habe. Es sieht gar nicht so us wie das Original aber ich hab auch keine andere Idee wie ich es euch sonst zeigen kann. Das jedenfalls ist Felix von Fewjar. Skizziert mit Bleistift und gemalt mit Aquarell.

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Nun noch ein ein Portrait. Und zwar ein Portrait von Steve von den SpaceFrogs. Ich weiß nicht wieso, aber das war wirklich schwierig. Trotzdem bin ich super zufrieden mit dem Ergebnis.

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Uuuuund das letzte Bild für heute. Eine kleine Chibi-Zeichnung zu der letzten Folge „Wie geht eigentlich Musik?“ und einer vollen vielen Versuchen Graffitischrift zu zeichnen. Keine Ahnung, aber irgendwie liegt mir das nicht. Gar nicht :D

Jop, das war’s dann auch für erste. Ich arbeite gerade an einem großen Projekt, zu dem ich in ein paar Tagen wohl schonmal ein paar Infos raushauen werde.

Bis dann!

Nessie

[Zeichenupdate] Much Marti, Disney und ein #RüdigerTourbus

Hey Leute!
Zeit diesen Blog in Sachen Zeichnen mal wieder auf den neusten Stand zu bringen. Fangen wir an.

Das erste Bild heute ist mal was ganz anderes, in einem ganz anderen Stil, mit einer ganz anderer Technik als sonst. Ich hab mich diesmal versucht mich etwas an diesem typischen Disney Stil zu halten. Und weil Marti als Versuchsobjekt für dieses Vorhaben quasi auf der Hand liegt, hab ich das gleich mal umgesetzt. Und das hier ist das Ergebnis davon:

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Das zweite Bild, oder besser gesagt: die zwei Bilder sind eigentlich mehr Skizzen als fertige Arbeiten. Ich hau sie euch trotzdem mal rein:

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Nun zu letzten. Nachdem Felix und Jako in ihrem letzten Video angekündigt hatten eine Tour zu planen kam auf Twitter die Idee auf, dass wir als Community auch einfach einen Bus mieten und dann zu jedem Konzert fahren. Ich fand die Idee so super, dass ich mich noch am selben Abend, oder besser gesagt in der selben Nacht, an dieses Bild gesetzt habe um unsere Idee auch bildlich festzuhalten.
Dabei rausgekommen ist ein alter Bus mit Polemonium Blumenbemalung, S.p.a.m Origami Zeichen, Journey of Dam Bemalung, Mate, ner Gitarre, Tapirsupper Kette, Buchstaben-Suppe als Sponsor und einem Rüdiger-Schild in der Windschutzscheibe.

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Das war auch eigentlich schon alles, was ich momentan so hier rumliegen hab.

Schönen Tag euch!

Nessie :)

[Zeichenupdate] Happy Felix und Grumpy Jako (Ein kleiner Chibi-Versuch)

Hallo!
Ich hab mich vorgestern mal an Chibis versucht. Eigentlich wollte ich das gar nicht hochladen, aber na ja… warum eigentlich nicht? Ganz so schlimm ist es glaube ich doch nicht geworden. Die Schrift ist ein wenig hässlich, aber gut, das hat ja nix mit den Chibis zu tun.
Wer „The World Ain´t Gettin Better“ von Fewjar kennt wird vielleicht verstehen, warum ich die beiden so gezeichnet hab. Sorry, aber ich musste beim Hören immer ein wenig schmunzeln und hab mir irgendwie immer so einen total positiven Felix und ein ultra genervten Jako dabei vorgestellt xD Ist vielleicht ein wenig aus dem Album Kontext raus gerissen, aber naja… :D

GrumpyJako

 

Und damit bin ich auch schon wieder weg.

Bis zum nächsten Post (der dann auch wieder etwas länger wird)

Nessie :)

Ein Song, Wasser, eine Reise in die Mythologie und was ich daraus gemacht habe.

Es ist fertig. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir am Anfang nicht mal zugetraut, es jemals fertig zu bekommen. Mein Fanart zu dem Song Cepheus von Fewjar.

Wenn ihr eine größere Ansicht wollt, klickt einfach auf das Bild.

Cepheus

Diesen Text möchte ich dazu nutzen, euch versuchen zu erklären, warum ich das alles so gemalt habe, wie ich es eben gemalt habe. Ich hoffe ihr könnt meine Gedankengänge am Ende ein wenig nachvollziehen und seht das ganze Bild vielleicht klarer.
Gut, fangen wir an. Der Text könnte eventuell etwas länger werden.

Wenn man das Bild so ansieht, fällt einem vielleicht als erstes das Wasser auf. Oder… nein eigentlich das stimmt gar nicht. Das erste was man sieht  sind die Farben in denen ich es gehalten hab. Ich wollte mich bei den Grundfarben auf so wenig Farben wie möglich beschränken. Und ich wollte hauptsächlich mit Schwarz und Blau arbeiten. Außerdem habe ich versucht  ein wenig mit Licht zu spielen bzw sogar ein bisschen damit zu übertreiben. Ich habe für das ganze Bild tatsächlich nur drei Blautöne benutzt (Die am Ende sogar Namen wie Fewjar-Blau, Cepheus-Blau und Wasserblau hatten :D) Ansonsten habe ich ausschließlich Schwarz und Weiß benutzt, sowieso ein wenig Hautton für das Mädchen in der Mitte.
So, nun zu dem Wasser. Das Wasser ist auf diesem Bild ein essentieller Teil und wohl auch der größte, sichtbare Unterschied zu dem Video der Fewjar-Jungs. Und bitte Leute, fragt mich nicht warum da Wasser drauf musste. Aber wenn ich Cepheus höre, meine Augen schließe und mich wirklich emotional völlig dem hingebe, was ich da höre, dann sehe ich in meinem Kopf als erstes Wasser und einen Nachthimmel. Ein Spiel aus Dunkelheit, zartem Licht und Wasser. So klingt das Lied für mich. Dass ist das was ich dabei empfinde. Ohne auf Text etc zu achten.
Vielleicht liegt es einfach daran, dass Wasser auf mich etwas unglaublich faszinierendes hat. Wasser kann etwas unglaublich schönes, beruhigendes haben. Etwas tiefes, entspanntes, einnehmendes und friedliches. Andererseits ist es aber genauso unberechenbar, gefährlich, mächtig und zerstörend. Das Wasser selbst vereint so viele Gegensätze. Zumindest tut es das Gefühl, welches ich habe wenn ich an Wasser denke. Und da ich auch beim Hören von Cepheus etwas zwiespaltiges empfinde, war Wasser für mich die perfekte Metapher dafür, und ein Weg meine Gefühle und meine Emotionen festzuhalten und darzustellen. Wasser ist irgendwie mein Element. Und ich kann mich durch das Malen von Wasser am besten ausdrücken.
In dem Bild habe ich das Wasser sehr hell dargestellt. Übernatürlich hell. Im krassen Gegensatz zu dem Nachthimmel darüber. Das einzige was beide optisch gemeinsam haben sind die winzigen Lichtpunkte, die sowohl auf der Wasseroberfläche tanzen als auch am Himmel, dort in Form von Sternen. Aber zu den Sternen kommen wir gleich.
Nun erstmal zu den drei Elementen die ich fast eins zu eins aus dem Video übernommen habe. Das sind einmal der Ast (in meinem Fall ein Baum), der Stein (hier auch ein wenig größer als im Video) und die Sanduhr. Ich musste eine Weile überlegen, was mit diesen drei Dingen wohl gemeint sein könnte, als ich mir das Video zum ersten Mal angeguckt hatte.
Die Sanduhr würde ich jetzt einfach mal als Symbol für verstreichende Zeit interpretieren und den Ast für Leben, weil ein Baum ja auch für das Leben steht. Man könnte natürlich noch weitergehen und sagen, dass die vielen kleinen Äste eines Baumes für verschiedene Leben stehen und sobald einer von ihnen abbricht ein Leben versiegt oder sich seinem Ende neigt, aber gut das ist nur ein Gedanke.
Am meisten habe ich tatsächlich über den Stein nachdenken müssen. Einerseits denke ich, dass er für Stärke steht. Für Kraft und vielleicht auch ein bisschen für Zerstörung. Gleichzeitig verkörpert er aber auch Standfestigkeit und Haltbarkeit.
Wenn man nun versucht diese drei Dinge gemeinsam mit dem Song in einen Kontext zu bringen, dann sind sie für mich zusammengefasst eine Art Halt. Eine Art „Notausgang“ aus einem Gefühl des Zerfallens, der Leere und des Vergessens. Wenn ich das Lied höre, dann habe ich immer so ein Gefühl des Wegtreibens. Des unkontrollierten Loslassens. Und die Sanduhr, der Ast und der Stein sind das was mich zurückt auf den Boden, zurück ins Leben holen. Dinge, die mir wieder einen Stand geben. Eine Klarheit. Wie eine Art Erlösung aus einem Rausch. Und so ähnlich habe ich versucht es auf mein Bild zu übertragen. Das Mädchen sitzt in der Mitte zwischen Baum und Stein, mit der Sanduhr in der Hand. Umgeben oder in Kontakt mit den drei Elementen. Sozusagen gerade auf dem Weg zurück. Auf dem Weg zurück aus dieser Wildheit und dem Durcheinander. Zurück ins Leben. Ins Hier und Jetzt. Der Weg ist nicht einfach. Aber er ist da. Sogar greifbar dargestellt.
Ich hatte zu Beginn mehrere Versionen des Mädchens gezeichnet. Anfangs hatte ich zum Beispiel überlegt ihr ein dünnes Kleid anzuziehen. Den Gedanken habe ich dann aber wieder verworfen. Denn wie kann man Durchsichtigkeit, Verletzlichkeit und vor allem Unsicherheit und Schutzlosigkeit besser darstellen als mit Nacktheit? Gleichzeitig wollte ich ihr aber auch etwas wildes, unbändiges geben, denn das ist sie innerlich auch. Deswegen stand für mich eigentlich sofort fest ihr lange Haare zu geben. Man sieht es durch den dunklen Hintergrund nicht so gut, aber die Haare fallen fast bis auf den Boden. Lange, lockige Haare stehen für mich irgendwie für Wildheit. Und deshalb passte es. Gleichzeitig könnte sie ihre langen Haare möglicherweise aber auch als eine Art Schutz nutzen um ihre verletzliche Seite zu verdecken. Haare sind in gewisser Art und Weise fast wie Klamotten. Sie vermitteln auch etwas. Und nicht alles was man nach außen hin trägt ist auch innerlich so. Aber das ist wieder eine andere Theorie.
So, nun noch kurz zu dem Sternenhimmel. Außer meines ersten Gedankens, meiner ersten Emotion beim Hören von Cepheus, hat der Himmel auch etwas mit dem Namen des Songs zu tun.
Wenn ich auf einen neuen Song stoße und er mir gefällt, mich berührt oder einfach in irgendeiner Form erreicht, will ich wissen worum es geht. Und das erste was einen Hinweis darauf geben könnte ist natürlich der Name. Was hab ich also gemacht? Richtig, meinen Freund und Helfer Google nach Cepheus bzw Kepheus befragt. In der griechischen Mythologie war Kepheus der Gemahle der Kassiopeia, welche prahlte dass ihre  Tochter schöner sei als die Nereiden, die Töchter des Meeresgottes Nereus. Die Nereiden wanden sich darauf hin an Poseidon, welcher das Ungeheuer Keto zu Kepheus Reich schickte. Keto konnte nur dadurch besänftigt werden, wenn ihm Andromeda, die besagte Tochter Kepheus und Kassiopeias geopfert wurde. Andromeda wurde jedoch im letzten Moment von Perseus gerettet, der diese mit sich nahm.
Da Kepheus keine Söhne hatte, erbte sein Enkel Perses, ein Sohn von Andromeda und Perseus sein Reich Äthiopien. Kepheus wurde ebenso wie seine Gemahlin, seine  Tochter, das Ungeheuer Keto und Perseus als Sternbild am Himmel verewigt.
Das Sternbild Kepheus kann man (wenn man nicht vor lauter Sternen die Bilder nicht mehr sieht, so wie ich) das ganze Jahr über sehen.
Diese Sternbildgeschichte war für mich (buchstäblich) ein Geschenk des Himmels, weil ich ja, wie gesagt, ohnehin das Bild eines Nachthimmels im Kopf hatte. So konnte ich Kepheus in meinem Bild festhalten.
Und wenn ich jetzt nachts raus gehe, werde ich auf jeden Fall ein wenig besser auf den Himmel über mir achten. Ich schau ja sowieso so gerne nach da oben…Also zu den Sternen. :) Und wenn ihr genau hinseht, findet ihr es auch in meinem Fanart.

Das nächste, dass ich versucht habe ein wenig einzubauen, war der Text. Im Chorus heißt es „Like father Cepheus in the night of oblivion.“
Oblivion also. Google Übersetzter übersetzt Oblivion mit Vergessen oder Vergessenheit. Oblivion steht aber auch für einen… ja… Gefühlszustand. Einen Zustand in dem man nicht weiß wo man ist oder was mit einem selbst gerade passiert.
Und damit kommen wir zurück zu dem, was ich versucht habe ein wenig am Äußeren des Mädchens in meinem Bild festzuhalten. Ein zwiespaltiger Zustand. Ein Gefühl aus dem ein Zerfall werden kann. Vielleicht ein Zerfall ins Licht, in die Sterne. Doch sie findet Halt in dem Stein. Sie findet das Leben, im Symbol des Baumes. Und Klarheit, in Form von Zeit, dem Verstreichen ihres Lebens, einen Ansporn das beste daraus zu machen was einem bleibt, in Form der Sanduhr. Die Zeit verstreicht und sie muss im hier und jetzt leben um nicht zu verschwinden oder in der unendlichen Nacht unterzugehen.

Mein Gott, ich könnte einen ganzen Vortrag über dieses Lied  halten, weil ich noch viel mehr Ideen dazu habe, als ich hier aufgezählt habe. Vielleicht könnt ihr meine Gedankengänge jetzt aber ein wenig nachvollziehen oder stimmt sogar mit ihnen überein. Eine hunderprozentig korrekte Interpretation wird es sicher eh niemals geben, da ja jeder aus seinen eigenen Gedanken, Erfahrungen und Gefühlen schöpft. Und einen Songtext eins zu eins zu übersetzten, sodass man die genaue Bedeutung hat, ist eh kaum machbar. Ich schreib ja selber Songs für meine Band und ja… manchmal kommen da Sätze aufs Papier von denen ich selbst nicht mal weiß woher die gerade kommen.
Ich wollte euch mit diesem Post einfach nur eine Idee davon geben, was ich mir beim Zeichnen dieses Bildes im Zusammenhang mit dem Song Cepheus so durch den Kopf gegangen ist. Ich poste euch hier jetzt gleich nochmal den Link zu dem Video der Fewjar-Jungs. In meinem nächsten YouTube-Favoriten-Text werde ich auch nochmal ein wenig genauer auf die Band eingehen. Außerdem werde ich einen gesonderte Text darüber verfassen, wie ich Musik wahrnehme und auf was ich achte, wenn ich Musik höre.

Aber jetzt bin ich erstmal mal weg. Cepheus hören. :)

Bis zum nächsten Post!

Nessie