Mein Pferde-Trio. Heute: Ör

Heute kommen wir zu Ör, dem neusten Mitglied in der kleinen Pferdetruppe um die ich mich kümmere. Auch sie ist meine Reitbeteiligung und wieder bin ich eher durch einen Zufall zu ihr gekommen.

(Ich hab momentan leider noch kein besseres Bild von ihr.)

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Es war an einem Freitag (Ich erinnere mich noch so genau an den Tag, weil es erst ein paar Wochen her ist.) und ich hatte gerade Feierabend und wollte anschließend einfach nochmal im Stall vorbeischauen. Ich mach‘ das, wenn’s denn hell genug dafür ist, eigentlich immer so um Slápi noch einen Besuch abzustatten.
Am Tisch saß Ör’s Besitzerin und war mit einigen anderen Einstellern am Überlegen, wer dafür geeignet wäre ihre Stute zweimal in der Woche ein wenig zu bewegen. Mehr aus Spaß sagte ich, dass ich das doch machen könnte und zu meiner Überraschung war sie wirklich begeistert von der Idee. Wir verabredeten uns also für den nächsten Tag.

Am darauffolgenden Tag ritt ich Ör also Probe. Ör trägt Hufschuhe und keine Eisen, was ich übrigens super finde, und das war dann auch direkt die erste Herausforderung vor der mich die kleine Stute stellte. Als ich die vier Schuhe, den Sattel und das Zaumzeug dann nach einer gefühlten Ewigkeit draufhatte (Sorry Ör.) ging’s los.

Ich ritt los und – Wieder kam ich mir vor wie der erste Mensch. Ör ist eine Fünfgängerin, Slápi ein Viergänger und Kúfa, die ich ja ohnehin nur ein halbes Jahr „geritten“ bin zeigt bisher nur drei Gänge. Es liegt drei Jahre zurück, dass ich das letzte Mal auf einem Fünfgänger saß, der vergleichbar mit Ör ist.
Dennoch überlebte ich die erste Reitstunde (Wenn auch mit einigen Runden ungewolltem Pass und ein wenig Kreuzgalopp) und die darauffolgenden Reiteinheiten klappten immer besser. Inzwischen kann ich sie in allen vier Gängen (Den Pass halten wir noch raus wegen ihres jungen Alters.) sauber reiten und auch das Longieren sowie die Bodenarbeiten und Join Up’s klappen wunderbar.

Inzwischen bin ich Ör fünfmal geritten. Dreimal auf der Bahn, einmal auf dem Platz ohne Sattel und einmal mit Halsring. Als ich mich das erste Mal ohne Sattel auf ihren Rücken geschwungen hab war sie ein wenig irritiert (Sie kennt es ohne Sarrel geritten zu werden, nur eben nicht von mir.), doch das hat sie sehr schnell abgelegt und ich hab sie sogar auf dem engen Raum des Reitplatzes zum Traben bekommen. Sie braucht für den Trab immer ein wenig Platz, da sie im Trab noch nicht ganz so sicher ist und sich immer noch etwas sortieren muss. Aber mit ein wenig Unterstützung klappte auch das wunderbar. Das Halsringreiten war völlig neu für sie. Es gab noch ein paar Problemchen mit der Verständigung doch daran kann man ja arbeiten.

Ör (Ich nenn‘ sie, wenn denn keiner hinhört, immer Plüschkugel. :D) bringt einfach Spaß. Ich liebe ihre freundliche, aufmerksame Art und ihre unglaublich große Arbeitsbereitschaft. Ich freu mich total auf die ganze weitere Zeit mit ihr. Mal sehen was wir noch so erarbeiten können. Natürlich müssen wir noch ein wenig zusammenfinden, aber ich denke das wird mit der Zeit. Und ja, auch meine kleinen anfänglichen Problemchen mit den Hufschuhen hab ich inzwischen immerhin schon einigermaßen in den Griff bekommen. Es wird mit der Zeit einfach. :)

So, soviel also zu den Pferden, die mich momentan begleiten. Mal schauen was ich euch als nächstes aus dem Stall berichten werde.

Bis dahin,

Nessie